Linke und Grüne protestieren gegen Güner Balcı als Integrationsbeauftragte

Seit dieser Woche hat der Berliner Problembezirk Neukölln eine neue Integrationsbeauftragte. Güner Yasemin Balcı ist eine 45jährige Berlinerin mit familiären Wurzeln in Ost-Anatolien. Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst als Sozialarbeiterin in Neukölln-Nord, bevor Sie freie Journalistin wurde und auch Fernsehreportagen produzierte.

Ihr Name dürfte für jeden am Thema Integration Interessierten ein Begriff sein. Aufsehen erregte bereits 2008 ihr Buch Arabboy, in dem sie schonungslos die Erbarmungslosigkeit der arabischen Parallelgesellschaft in Neukölln und das Versagen der deutschen Behörden und Sozialarbeiter beschreibt. Zwei Jahre später zog ihre Fernsehreportage Kampf im Klassenzimmer dann schon heftige Kritik linksgrüner Multikulti-Ideologen auf sich, da er die im türkisch-arabischen Milieu weit verbreitete Deutschenfeindlichkeit offenbarte. Etwa zeitgleich war 2010 das Buch Deutschland schafft sich ab von Thilo Sarrazin erschienen, was zu einer großen medialen Debatte über das Scheitern der Integration muslimischer Zuwanderer führte, nachdem das Thema spätestens seit dem Hilfebrief der Lehrer der Neuköllner Rütlischule 2006 bereits seit einigen Jahren schwelte. Den Auftrag zu einer Dokumentation über Thilo Sarrazin entzog der rbb Balcı jedoch wieder, weil sie sich differenziert und teilweise zustimmend mit seinen Thesen und ihm als Person auseinandersetze.

Im Oktober 2010 gründete sich nach dem Rauswurf des Berliner CDU-Abgeordneten René Stadtkewitz aus seiner Fraktion dann in Berlin die Partei DIE FREIHEIT, die sich intensiv mit dem Thema Islam und Integration beschäftigte. Zu den Parteigründern sollte eigentlich auch die Neuköllner Jugendrichterin Kirsten Heisig gehören, die sich jedoch im Juni das Leben genommen hatte. Auch dieses Schicksal verarbeitete Güner Balcı 2012 in einer preisgekrönten Reportage.

Dass Balcı jetzt Integrationsbeauftragte in Neukölln ist, zeigt, dass die dort regierende SPD auch nach der Zurruhesetzung von Heinz Buschkowsky – vermutlicher aus schierer Not – die Realität anerkennt. Dafür ist dem Bezirksbürgermeister und dem Bezirksverband als bundesweiten Ausnahmefall Anerkennung auszusprechen. Nicht verwunderlich, aber trotzdem erschreckend sind dagegen die Reaktionen vor allem von Seiten der Grünen und Linken, die sie wegen ihrer angeblichen Islamfeindlichkeit als Fehlbesetzung bezeichnen. Diese Ideologen haben offenbar keine Hemmungen, an der Seite von türkischen Nationalisten und muslimischen Frauenhassern Stimmung gegen eine aufrecht stehende Frau zu machen, die sich vor allem durch eines auszeichnet: Mut zur Wahrheit.

Wir wünschen Frau Balcı viel Erfolg für ihre Arbeit und gute Nerven, die sie bei den sicher nicht weniger werdenden Angriffen von Seiten linker Ideologen ganz bestimmt brauchen wird.

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