Kolumne: Kunst kann man nicht essen

Der bisher vielleicht langfristig schlimmste Kollateralschaden der jüngsten Tage ist die willfährige, gesellschaftspanische Reaktion von vielen Künstlern und Intellektuellen.

Sie wähnten sich global und weltgewandt und schissen auf das eigene Land, besonders wenn es eben ihr Deutschland ist. Die Rufe nach Geld, nach Hilfe, nach Latte Macchiato, konnten sie aber nun schlecht an die EU oder gar die UNO richten. Und obwohl sie – wie alles derzeit mehr schlecht als recht – unterstützt werden, sogar aus den Steuern derjenigen Wähler, die z.B. in Sachsen zu einem Drittel AfD gewählt haben, machen sie das nicht an der nationalen Solidarität fest.

Es sind nämlich Deutsche, die hier Deutschen helfen! Sie stecken das Geld ein und kompensieren ihr Schuldgefühl mit dem Drehen der Schraube ein weiteres Stück nach links. Jetzt soll es die Internationale richten, eine Vergemeinschaftung aller Leiden und Schulden – unter allen Menschen. Das hat bisher immer gut funktioniert, auch Hitler und Stalin schätzten die geisteswissenschaftlichen Wegbereiter ihrer neuen Zeit als „Ingenieure der Seele“.

Der deutsche Intellektuelle ist für jedes Gesellschaftsexperiment zu haben und sieht nicht, dass es zuerst an ihm vollführt wird. Das Niveau ihres Sozialismus mit Grundeinkommen, Migration und allen Schikanen wird kein Geld mehr haben für Theater und Gender-Gaga, kein Geld mehr für Projekte zu denen niemand kommt und kein Geld mehr für eine Hochkultur mit Staatsoper und Pipapo. Und es wird auch nicht mehr im Cafe gelungert und selbstreferenzielles Zeug gelesen – es wird auf dem Feld gearbeitet, Leute! Oder glaubt Ihr, dass es dann noch Billiglöhner gibt, die deutschen Muttersöhnchen den Hintern wischen? All das wird Schnee von gestern sein, aus einer Zeit aufgeklärter, bildungsorientierter, um das jeweils Beste im Wettbewerb ringender junger Menschen. Äonen später werden wieder Projektanträge gestellt werden, um herauszufinden wie es soweit kommen konnte.

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