Tierleiden verringern – Altparteien lehnten AfD-Antrag zu Tierversuchen ab

rechtspolitische Sprecher, Andre Wendt, Bild: Pixabay / AfDgraf

Tierschützer fordern das Verbot von besonders qualvollen Tierversuchen in Deutschland.

Dazu wurden mehr als 71.000 Unterschriften gesammelt und in den Petitionsausschuss des Bundestags eingereicht. Hintergrund ist der Verdacht, dass das deutsche Tierschutzrecht Tierversuche nach EU-Richtlinien nicht erfülle.

Dazu erklärt der rechtspolitische Sprecher, Andre Wendt:

„Tierversuche mit Elektroschocks oder Tests, bei denen sich Tiere bis zur totalen Erschöpfung über Wasser halten müssen, lehnen wir ab. Bereits im April 2017 hatten wir im Sächsischen Landtag den Antrag (6/ 9177) ‚Tierleiden verringern – Alternative Methoden zu Tierversuchen erforschen‘ eingereicht. Ziel war es unter anderem,
Tierversuche unter ethischen Aspekten nur dann stattzufinden zu lassen, wenn sie aus medizinischer Sicht für die Forschung, dem Schutz der natürlichen Umwelt oder der Unbedenklichkeitsprüfung von Stoffen oder Produkten für die menschliche oder tierische Gesundheit unerlässlich sind.

Des Weiteren forderten wir, dass die sächsischen Universitäten weiter gestärkt werden, damit bei der Erforschung alternativer Möglichkeiten zu Tierversuchen entscheidende Fortschritte erzielt werden können. Nur so kann einem weiteren Anstieg der Anzahl verwendeter Tiere entgegengewirkt und die Gesamtzahl der Tierversuche verringert werden.
Alle Fraktionen lehnten unseren Antrag damals ab, weil sie eine angebliche populistische Stimmungsmache sahen. Mehr Scheinheiligkeit, auf Kosten der Tiere, geht nicht.“
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/petition-debatte-ueber-tierversuche-spitzt-sich-zu-15827573.html

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