„Nord-Mazedonien“-Abstimmung offenbart EU-Skepsis auf West-Balkan

Siegbert Droese, MdB, Abgeordneter der AfD-Bundestagsfraktion aus Sachsen, FotoAfD_Pixabay_D1_TheOne

Es sollte den Brüsseler Eurokraten zu denken geben, dass selbst ein armes Land wie Mazedonien nicht den Versprechungen der EU erliegt.

Nur 34 Prozent der wahlberechtigten Mazedonier haben an der Volksabstimmung zur Namensänderung in „Nord-Mazedonien“ teilgenommen. Von diesen 34 Prozent haben 91,3 Prozent mit „ja“ gestimmt. Da es ein Quorum von 50% gab, ist die Abstimmung nicht gültig. Erweiterungskommissar Johannes Hahn sieht dennoch ein klares Votum pro Nato und EU.

Dazu meint der AfD-Bundestagsabgeordnete im EU-Ausschuss und Berichterstatter für den Balkan, Siegbert Droese:

„Die Abstimmung in Mazedonien ist eine riesige Schlappe für die EU und insbesondere für die Hohe Vertreterin Mogherini. Sie zeigt deutlich, dass die vielbeschworene EU-Euphorie auf dem Westbalkan überhaupt nicht vorhanden ist! Es sollte den Brüsseler Eurokraten zu denken geben, dass selbst ein armes Land wie Mazedonien nicht den Versprechungen der EU erliegt. Der Wille der Menschen zur Freiheit und Unabhängigkeit ist größer als etwaige wirtschaftliche Vorteile. Das Ergebnis ist auch eine klare Absage an eine NATO-Mitgliedschaft. Dabei sind die Mazedonier weder sogenannte Putin-Versteher noch von Moskau ferngesteuert. Ich respektiere die demokratische Entscheidung der Mazedonier mit Hochachtung. Wir erwarten, dass die EU das Gleiche tut und nicht andere Maßstäbe bezüglich des Quorums anlegt, wie bei der EU-Abstimmung in Ungarn.

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