Henryk M. Broder als ‚Hofjude‘ zu bezeichnen, ist geschmacklos, Stefan Scharf (FDP)

André Wendt MdL, AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, FotoAfD/Wikimedia_DCB

Die sächsische FDP sollte sich klar von antisemitischen Parolen aus den eigenen Reihen distanzieren!

Der Spitzenkandidat der Dresdner FDP und Vorstandsmitglied der Partei, Stefan Scharf, hatte anlässlich eines Auftrittes des Publizisten, Henryk M. Broder, unter ein Foto, das die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel mit ihm zeigt, die Worte „Hofjude mit neuer Dienstherrin“ getweetet, was von der Internet Gemeinde harsch kritisiert worden war.

Dazu erklärt das Dresdner AfD-Kreisvorstandsmitglied und AfD-Abgeordneter im sächsischen Landtag, André Wendt: „Statt sich eindeutig und ehrlich zu entschuldigen legte der FDP-Politiker auf massenhaft vorgebrachte Kritik auf Twitter sogar noch nach und postete: ‚Es haben Anführungszeichen gefehlt…‘.

Ich fordere den FDP-Vorsitzenden, Zastrow, dazu auf, endlich durchzugreifen. Diese Äußerungen muss Konsequenzen haben. Antisemitismus und öffentliche Verächtlichmachung von Juden ist durch nichts zu entschuldigen oder zu relativieren. Zugleich darf ich daran erinnern, dass es der FDP-Chef Zastrow war, der die AfD öffentlich und fälschlicherweise mit der rechtsextremen NPD verglich. Wenn er jetzt nicht handelt, muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, rechtsextremistische Parolen in seiner Partei zu dulden. ‚Hofjude‘ ist eine schwere Beleidigung. Nicht nur gegen einen einzelnen, prominenten und liberalen Autor, sondern gegen jeden jüdischen Bürger.“

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