CDU-Ankerzentren werden das Asyl-Chaos nicht beheben

Sebastian Wippel, innenpolitischer Sprecher, Foto: Pixabay / AfDgraf

Seit August ist bereits das erste sogenannte „Ankerzentrum“ in Sachsen in Betrieb, gab jetzt offiziell das CDU-Innenministerium bekannt. Damit soll die Wende im sächsischen Asyl-Chaos eingeleitet werden.

Sebastian Wippel, innenpolitischer Sprecher, erklärt:

„So verdruckst wie das Innenministerium den Start bekannt gibt, hat wohl selbst die CDU bereits den Glauben an ihr Ankerzentrum verloren. Die AfD-Fraktion hat bereits vor Jahren gefordert, Asylzentren mit schneller Bearbeitung und Abschiebung einzurichten und Wirtschaftsflüchtlinge ohne Chance auf Asyl nicht mehr auf die Kommunen zu verteilen. Viel zu spät und viel zu halbherzig macht sich nun endlich die CDU ans Werk. 
Doch wie soll die Wende im Asyl-Chaos gelingen, wenn abgelehnte Asylbewerber im Ankerzentrum weiter munter hinein- und hinaus spazieren können? Wenn sie zur Abschiebung einfach untertauchen und dafür noch mit einem üppigen Hartz-IV-Satz belohnt werden?

Zudem ist das geplante Abschiebegefängnis mit 60 Plätzen ein Witz und zeigt, dass es die CDU mit einer echten Wende in der Asylpolitik keinesfalls ernst meint. In Sachsen leben mittlerweile 11.700 vollziehbar ausreisepflichtige Wirtschaftsmigranten, die sich bisher einer Abschiebung teilweise gewalttätig entzogen haben. Bei 60 Plätzen wird es noch mehrere Jahrzehnte dauern, bis der letzte illegale Migrant Sachsen verlassen hat. Zumal bei offenen Grenzen permanent neue Illegale in den Freistaat strömen und damit selbst dieser Zeitraum noch untertrieben ist.“

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