Gedenktag 2018 für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung

Gedenktag 2018 für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung, Bild: AfD

„Gedenktag 2018 für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung“
09.09.2018 – Plenarsaal des Sächsischen Landtages

Die Arbeitsgruppe „Vertriebene/Deutsche aus Rußland“ des Kreisvorstandes der AfD Kreisverband Nordsachsen, unter der Leitung von Gudrun Petzold und Roland Neumann, gemeinsam mit Frau Martina Jost, Mitglied des Landesvorstandes Sachsen, besuchten am 09.09.2018 die Feierstunde zum „Gedenktag 2018 für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung“ im Plenarsaal des Sächsischen Landtages.

Mit dem schönen Heimatlied „Wie es daheim war“ eröffnete der Chor „Heimatmelodie“ aus Dresden die Gedenkfeier. Der Vorsitzende des Landesverbandes der Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen/Schlesische Lausitz (LVS), Herr MdL Hirche, begrüßte danach die aus ganz Sachsen angereisten deutschen Heimatvertriebenen aller ehemaligen Provinzen Deutschlands. Außerdem wurden sächsische Gäste aus Politik und Kirche begrüßt und ganz besonders ein Bürgermeister der tschechischen Partnerstadt Kla ́s ́terec (Klosterle an der Eger). Ihm wurde ein besonderer Dank für die gute Zusammenarbeit auf dem Weg der Vergangenheitsbewältigung ausgesprochen.

Herr Hirche wies des weiteren darauf hin, dass Vertreibung kein legitimes Mittel der Politik sein sollte. Jeder Mensch braucht Identität und Heimat. Die Anwesenden machte er darauf aufmerksam, daß am 01.06.2019 in Hoyerswerda/Bahnhof ein „Begegnungszentrum“ eingeweiht wird.

Die Vizepräsidentin des sächs. Landtages erklärte, dass es die Pflicht eines jeden Abgeordneten sei, sich mit der Geschichte der deutschen Vertriebenen auseinander zu setzen und mahnte die 2,5 Millionen Tote der 15 Millionen Vertreibungsopfer nicht zu vergessen. Eine Millionen deutsche Vertriebene fanden in Sachsen ihr neues zu Hause, aber die Heimat wird wohl von diesen Menschen nie vergessen werden.
Heimat ist kein „Konstrukt“ und auch kein „Gefühl“, wie der Dresdner Bürgermeister, Herr Dr. Lames, den anwesenden Zeitzeugen der massenhaften und grauenvollen Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg erklären wollte.
Heimat ist nach Prof. Dr. Maaz (von der Sudetendeutschen Landsmannschaft 2015 mit ihrem Wissenschaftspreis ausgezeichnet), der Ort wo der Mensch hingehört und wo er sich auskennt. Heimat gibt ihm Orientierung, Halt und Einbindung. Heimat ist nicht konservativ, sondern notwendig.

In der „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ vom 05.08.2018 steht geschrieben:
„… den Menschen mit Zwang von seiner Heimat trennen, bedeutet, ihn im Geiste töten. …“
Wir, als Vertreter der Alternative für Deutschland, haben schmerzlich den Hinweis auf die noch immer bestehenden Menschenrecht verachtenden Vertreibungsdekrete, insbesondere der „Beneschdekrete“, der tschechischen und slowakischen Republik, vermisst.
Diese „Vertreibungsdekrete“ der ehemaligen Vertreiberstaaten im Ostenmüssen endlich formal beseitigt werden. „ Diese „Unrechtsdekrete“, auf Grund derer vor mehr als sieben Jahrzehnten Millionen Deutsche aus ihrer Heimat vertrieben, ihres Besitzes beraubt, interniert, deportiert oder gar ermordet worden sind … schreiben auch hier ein Denken fort, das mit dem genannten Unrecht verbunden ist.“ (Dr. Fabritius, BdV-Präsident).

Das Nichtbenennen dieses wichtigen Themas erzeugt Unmut und Zweifel an der Aufrichtigkeit der politischen Vertreter. So ließ auch der Kirchenbeauftragte, die Forderung nach der Beseitigung der menschenverachtenden und Menschenrecht verletzenden Vertreibungsdekrete außer Acht.
Heimatrecht ist ein anerkanntes Menschenrecht, dies sollten sich ALLE bewußt sein.
Die unvergängliche Sehnsucht und Liebe zum deutschen Vaterland der heimatvertriebenen Deutschen, wurde in dem abschließenden Lied des Chores „Lied der Heimat“, aus Leipzig wunderbar und realitätsnah zum Ausdruck gebracht:

„ Eine Hand voll Heimaterde nahm ich mit vom Heimatland und solang`ich leben werde, weiß ich, wo ich Liebe fand.“

Gudrun Petzold
Leiter AG „Vertriebene/Deutsche aus Rußland“ Mitglied d. Vorstandes KV Nordsachsen

Rene Bochmann
Vorsitzender d. Kreisverbandes Landkreis Nordsachsen

image_pdfimage_print