Semperoper darf keine politische Schaubude werden!

Karin Wilke, Semperoper, Bild: Pixabay

Mehrere Medien berichten, dass der neue Intendant der Semperoper Dresden, Peter Theiler, aus dem altehrwürdigen Haus ein politisches Musiktheater machen will.

Der Schweizer agierte zuvor im Staatstheater Nürnberg sehr politisch.

Dazu kommentiert die kulturpolitische Sprecherin, Karin Wilke:

„Theilers Aussage‚ es gebe keine apolitische Kunst, ist richtig, wenn man davon ausgeht, dass Kunst auf die Öffentlichkeit und Gesellschaft Einfluss nehmen, diese mit gestalten kann und auch soll. Gerade in Zeiten, in der die Gesellschaft gespalten ist, bedarf es aber keiner politischen Aktivisten im Kulturbetrieb, die sich mit moralisierendem Zeigefinger auf die Seite einer sogenannten ‚Zivilgesellschaft‘ stellen, wer auch immer das ist, beziehungsweise nicht ist.

Eine solche Betrachtungsweise würde der Semperoper nicht gerecht und sicherlich auch dem Dresdner Publikum missfallen. Ich gehe davon aus, dass der neue Intendant das weiß.“

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