Aufnahme von westbalkanischen Staaten wäre ein Import von Konflikten in die EU

Prof. Dr. Jörg Meuthen, AfD-Bundesvorsitzender und Mitglied des EU-Parlaments, FotoAfD/Pixabay_RonnyK

Ehe die EU über ihre Erweiterung nachdenkt, sollte sie sich institutionell konsolidieren.

Die Empfehlung der EU-Kommission, Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Mazedonien aufzunehmen, kommentiert der AfD-Bundessprecher und Mitglied des Europa-Parlaments, Prof. Dr. Jörg Meuthen: ,,Ehe die EU über ihre Erweiterung nachdenkt, täte sie gut daran, sich zunächst einmal institutionell zu konsolidieren. Der Zustand der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in der EU ist beklagenswert. In der Eurokrise sowie in der Migrationskrise hat die EU ihre eigenen Regeln gebrochen und Europa gespalten und destabilisiert. Vor diesem Hintergrund erscheint es grotesk, über eine Aufnahme Mazedoniens, Albaniens und anderer westbalkanischer Staaten auch nur nachzudenken, da ein Import der Konflikte aus dem Balkan in die EU droht. Zudem wären alle Beitrittskandidaten Nettoempfänger, was vor allem auf Kosten Deutschlands gehen würde. Die Konsequenz ist vorhersehbar: Eine weitere Spaltung und Destabilisierung Europas“, so der Bundessprecher der AfD.

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