Die verlängerten Russland-Sanktionen der EU treffen den deutschen Mittelstand

Dr. Maximilian Krah, Handelspolitischer Sprecher der AfD-Delegation im EU-Parlament, FotoCollageAfD

Statt einen gegenseitigen Interessenausgleich anzukurbeln, verharrt das EU-Establishment mental im Kalten Krieg.

Dr. Maximilian Krah, Handelspolitischer Sprecher der AfD-Delegation im EU-Parlament, hat die auf dem EU-Gipfel am 19. Juni 2020 getroffene Entscheidung, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland um ein weiteres halbes Jahr zu verlängern, als Fehler bezeichnet, von dem u. a. auch die Wirtschaft in Sachsen besonders stark betroffen ist:

,,Freier Handel ist das beste Instrument, um Frieden zu schaffen und gute Beziehungen aufzubauen. Die Wirtschaftssanktionen hingegen helfen niemandem: weder Deutschland noch der EU. In den ersten fünf Jahren nach Einführung der Sanktionen ist der deutsch-russische Handel um fast 20 Prozent eingebrochen. Besonders betroffen ist der deutsch-russische Handel in Sachsen, der um über 72 Prozent zurückgegangen ist. Vor allem Mittelständler, etwa ostdeutsche Maschinenbauer, sind von den Sanktionen betroffen. Die Corona-Pandemie verschlimmert ihre Lage. Dass sich das EU-Establishment darum nicht schert, ist bezeichnend. Es scheint mental im Kalten Krieg hängen geblieben zu sein. Richtig wäre aber ein gegenseitiger Interessenausgleich mit Russland. Deshalb sind die gegen Russland verhängten Sanktionen sofort zu beenden.’’

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