Ausbau S177: Überteuert, verspätet und möglicher Abriss?

Neubau S177

Wie die Kleine Anfrage (Drs.-Nr.:7/1240) zum Neubau S177 ergab, verspätet sich die geplante Freigabe der Neubaustrecke S 177 von Radeberg über Leppersdorf. Die geplanten Baukosten werden deutlich überschritten und es droht möglicherweise beim sechsspurigen Ausbau der A4 ein Abriss der neu gebauten Autobahnbrücke. „Die Verspätung bei der Freigabe der S177, die gestiegenen Baukosten und Fehlplanungen bezüglich zum sechsspurigen Ausbau der A4 von Dresden nach Bautzen stehen exemplarisch für die Umsetzung von Infrastrukturprojekten in Sachsen. Im September 2017 schrieben noch die lokalen Medien, dass 2020 der Bauabschnitt freigegeben wird. Jetzt gibt der Staatsminister Dulig 2022 als Termin an. Gleichzeitig steigen allein die Baukosten für die drei Überflughilfen für Fledermäuse um rund 40%.“ erklärt Frank Peschel, AfD-Landtagsabgeordneter aus der Oberlausitz.

Frank Peschel weiter: “Welche Auswirkungen der geplante Ausbau der A4 auf den jetzigen Streckenabschnitt, inkl. Autobahnbrücke hat, kann der Staatsminister Dulig in meiner Kleinen Anfrage nicht eindeutig darlegen, da in der Planungszeit der S177 ein sechsspuriger Ausbau der A4 nicht berücksichtigt wurde. Ich kann dieser Argumentation nicht folgen. Im Jahr 2010 lag das Verkehrsaufkommen auf der Bundesautobahn A 4 zwischen 54.000Kfz/24h östlich von Dresden. Der Verkehr hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Im Jahr 2018 lagen die entsprechenden Werte zwischen 63.000 Kfz/24h. Ein Ausbau der A4 hätte jederzeit bei der Planungen der S177 berücksichtigt werden müssen.“

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