600 Euro mehr für Pflegeheim – staatliche Hilfe und Landespfleggeld nötig

mehr Geld für Pflegeheime, Bild: Pixabay / rawpixel

Pflegeheime in Sachsen sind dieses Jahr bis zu 600 Euro im Monat teurer geworden, berichtet die „Freie Presse“.

André Wendt, sozialpolitischer Sprecher, erklärt:

„Die dringend notwendige Verbesserung in der Pflege allein auf den Schultern der Pflegebedürftigen abzuladen, ist unsozial und muss deshalb beendet werden. Wenn vielen Pflegebedürftigen am Ende nur noch das Taschengeld in Höhe von etwas über 100 Euro pro Monat bleibt, kann von Teilhabe und einem würdigen Lebensabend nicht mehr gesprochen werden. Mit ihrer oftmals mickrigen Rente können viele die saftigen Preisaufschläge nicht zahlen und werden so zu Bittstellern beim Sozialamt degradiert.
Wir fordern deshalb, dass im ersten Schritt die Investitionskosten der Pflegeheime, welche momentan noch vom Pflegebedürftigen zu zahlen sind, wieder vom Freistaat übernommen werden. Dies würde die Pflegebedürftigen um ca. 350 Euro im Monat entlasten.

Zudem sind weitere Maßnahmen nötig, um den Druck vom Kessel zu nehmen. Dazu gehört auch der Wunsch vieler Angehöriger, ihre Familienmitglieder zu Hause selbst zu pflegen. Deshalb hat die AfD-Fraktion ein Landespflegefördergeld beantragt (6/14750), um die Angehörigenpflege finanziell deutlich besser zu unterstützen.“

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