Der Lehrermangel in Baden-Württemberg offenbart Scheitern der Bildungspolitik

Dr. Rainer Balzer MdL, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg, FotoAfD

Den wohlklingenden Konzepten von Kultusministerin Eisenmann müssen endlich Taten folgen!

Der bildungspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg, Dr. Rainer Balzer, fordert Kultusministerin Eisenmann auf, ihre vollmundig vorgestellten Konzepte zur Sicherstellung einer guten Ausbildung an Beruflichen Schulen endlich in die Tat umzusetzen. Balzer verweist auf den vom Vorsitzenden des Verbandes der Lehrer an den Beruflichen Schulen in Baden-Württemberg, Herbert Huber, am 9. September 2019 festgestellten Lehrermangel von 2.150 offenen Stellen, deren Besetzung zur Absicherung der Lehrpläne und zur Einhaltung der Unterrichtsqualität erforderlich wären. Zu den sogenannten „Mangelfächern“ gehören neben Sozialpädagogik und Pflege auch Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Informatik sowie Biotechnologie.

„Zwar hat die christdemokratische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann in ihrer Zeit als Präsidentin der Kultusministerkonferenz einige ambitionierte Konzepte zur Zukunft der beruflichen Schulen vorgelegt, allerdings bleiben sie ausgesprochen abstrakt – und nicht ein einziges wurde konkret umgesetzt. Auch in Baden-Württemberg wurden alle Maßnahme zur Stärkung der Beruflichen Schulen auf die kommende Legislaturperiode verschoben. Dagegen protestiert die AfD!“

Sicherung des Industriestandorts
Nach Überzeugung der AfD-Landtagsfraktion müsse zur Sicherung des Industriestandortes Baden-Württemberg vor allem die Ausrüstung mit digitaler Infrastruktur vorangebracht werden. „Das bedeutet: Glasfaserkabel statt Bürokratiemonster Digitalpakt“, erläutert der bildungspolitische Sprecher der Fraktion. „Wenn die Beruflichen Schulen auf eigene Faust ihre Lernplattformen eingerichtet haben werden, brauchen sie keine ‚ella2.0‘ mehr.“

Desaströse Bildungspolitik
Auf entschiedene Kritik stößt bei der AfD auch der dramatische Ausmaße annehmende Lehrermangel an den baden-württembergischen Schulen. „Mit großem Interesse und wenig Enthusiasmus können Schüler, Eltern und Lehrer wieder auf die desaströse Politik der Landesregierung schauen: Wie im vergangenen Jahr, wie vor zwei Jahren und wie seit vielen Jahren jedes Jahr zu Schulbeginn die gleiche Ausgangssituation – es fehlen Lehrkräfte an praktisch allen Schulen und im Besonderen an den Grund- und Hauptschulen“, bemängelt der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende. „Dort, wo die Basis für eine gute und erfolgreiche Schullaufbahn gelegt werden soll, fehlen seit geraumer Zeit die entsprechenden Fachlehrer.“ Stattdessen verhaspelt sich die zuständige Ministerin in der Umstrukturierung der Lehrerfortbildung, in Qualitätsmanagementsystemen und bei „Ella“, der nicht stattfindenden Digitalisierung an den Schulen.

Einziges Trauerspiel
„Ein einziges Trauerspiel auf Kosten der jungen Generation – aber die ist ja mit freien Freitagen beschäftigt und demonstriert für irgendwas, dass sie selbst nicht versteht!“, so der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion. „Man kann nur sagen: Hut ab vor so viel ‚guter Politik‘. Ich empfehle der zuständigen Ministerin und allen anderen Landtagsabgeordneten, die entsprechenden Entwürfe der Alternative für Deutschland zu studieren, um endlich fundierte Forderungen im Bereich Lehrerausbildung und Neueinstellungen durchzusetzen“, sagt Balzer.

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