‚Büttel der USA‘-Äußerung von ARD-Mann Becker zu Israel ist völlig unangebracht

Dr. Alexander Gauland, AfD-Bundessprecher und Fraktionsvorsitzender der AfD im Bundestag, FotoAfD/Pixabay_reijotelaranta_RonnyK

Nicht Aufgabe des Chefredakteurs eines öffentlich-rechtlichen Senders, die souveräne Entscheidung der israelischen Regierung herabzuwürdigen.

AfD-Bundessprecher Dr. Alexander Gauland sieht in der Äußerung von ARD-Chefredakteur Rainald Becker auf Twitter, „Israel wird immer mehr zum Büttel der USA!“ eine politische Bewertung, die im öffentlich-rechtlichen Rundfunk unterbleiben sollte: „Der Tweet von ARD-Chefredakteur Rainald Becker zum Einreiseverbot für zwei amerikanische Kongressabgeordnete ist völlig unangebracht und kann antisemitischen Vorurteilen Vorschub leisten. Es ist nicht Aufgabe des Chefredakteurs eines öffentlich-rechtlichen Senders, die souveräne Entscheidung der israelischen Regierung auf diese Art und Weise herabzuwürdigen. Denn schließlich hat die Regierung von Ministerpräsident Netanjahu das Einreiseverbot damit begründet, dass die beiden Parlamentarierinnen die israelfeindliche BDS-Bewegung unterstützten, für deren Verbot in Deutschland sich die AfD-Fraktion einsetzt.“

„Der Tweet von Becker ist leider kein Einzelfall. Erst jüngst hat er in der Diskussion über eine mögliche rot-rot-grüne Regierung eine Lanze für die Linkspartei gebrochen und versucht, sie von ihrer Verantwortung für die SED-Vergangenheit freizusprechen. Das zeigt, dass der oberste Journalist der ARD nicht neutral ist, und für ihn der Rat von Hanns Joachim Friedrichs, dass sich Journalisten mit einer Sache nicht gemein machen sollten, keine Bedeutung mehr hat. Statt öffentlichkeitswirksam ständig seine ‚Haltung‘ zu dokumentieren, wäre Herrn Becker künftig mehr Objektivität und Zurückhaltung angeraten“, sagt Gauland.

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