‚Afrika-Kommissar‘ der CSU ist bornierte, europäische Besserwisserei

Markus Frohnmaier MdB, entwicklungspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, FotoAfD/Pixabay_Alexas-Fotos_mindy94

Es ist nicht die Aufgabe der Europäer, alle Probleme Afrikas zu lösen.

Der entwicklungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, sieht in der Forderung des deutschen Entwicklungsministers Müller (CSU) nach einem europäischen ‚Afrika-Kommissar‘ den Ausdruck von europäischer Besserwisserei: „Es ist nicht die Aufgabe der Europäer, alle Probleme Afrikas zu lösen. EU-Mittel für Afrika verdoppeln, die gefühlt hundertste Afrika-Initiative, Erhöhung der ODA-Quote – diese quantitativen Ansätze nutzen vielleicht der linken Entwicklungsindustrie, aber nicht Afrika. Im Gegenteil wissen wir doch schon lange, dass zu viel Entwicklungshilfe Korruption und Trägheit afrikanischer Machteliten sogar noch befördert.“

Müller hatte u. a. gefordert, Afrika müsse „der grüne Kontinent der erneuerbaren Energien“ werden. Dazu müssten die EU-Mittel für Afrika verdoppelt werden.

Frohmaier zeigt sich dabei auch von der in dieser Aussage enthaltenen, anmaßenden Haltung von CSU-Müller irritiert: „Die Afrikaner sind natürlich nicht dazu verpflichtet, die klimapolitischen Wahnvorstellungen der deutschen Bundesregierung umzusetzen. Die sogenannte Energiewende funktioniert schon in Deutschland nicht. Es ist geradezu bösartig, von den Afrikanern den faktischen Verzicht auf eine erfolgreiche industrielle Entwicklung zu verlangen. Dass afrikanische Länder im Übrigen sehr wohl in der Lage sind, realen Umweltproblemen wie Überrodung zu begegnen, zeigte erst jüngst Äthiopien. Die Äthiopier haben vor Kurzem binnen zwölf Stunden 354 Millionen Setzlinge gepflanzt und damit einen Weltrekord aufgestellt. Ganz ohne besserwisserische Entwicklungshelfer und europäischen Afrika-Kommissar“, so Frohnmaier.

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