Rot-rote Stadtverwaltung verweigert AfD Ehrung der Bombenopfer von Chemnitz

ich möchte Euch in aller Kürze über die Ereignisse von heute morgen im Zusammenhang mit dem Gedenken an die Opfer der Chemnitzer Bombennacht am 5. März 45 informieren.

Wir hatten im Vorstand im Nachgang zu letztjährigen offiziellen Gedenkveranstaltung beschlossen, dieser Veranstaltung in diesem Jahr fernzubleiben. Der Grund war eine Ansprache einer Schülerin während
des Gedenkens 2018, die in ihrer Rede den Bombenangriff sinngemäß als legitim bezeichnete, da er zur Beendigung des Krieges beigetragen hätte. Im Hinblick auf mehrere tausend Tote Zivilisten aus unserer Sicht eine unmögliche Aussage. Wir beschlossen, eine eigene Kranzniederlegung zu organisieren, warben öffentlich dafür und informierten gestern auch die Behörden per Mail. Als wir heute gegen 9 Uhr am Städtischen Friedhof eintrafen, sahen wir uns etwa 15-20 Ordnungskräften des Ordnungsamtes und der Polizei gegenüber. Ein Behördenvertreter untersagte uns das Betreten des Friedhofes unter dem Vorwand, wir würden den „Aufbau“ der offiziellen Gedenkveranstaltung stören. Ohne den Blumenkranz und als Einzelpersonen könnten wir den Friedhof jedoch betreten. Sechs Ordnungskräfte der Stadt bildeten daraufhin eine Sperrkette quer zum Eingang, als wir es ablehnten, ohne den Kranz das Gelände zu betreten. Zwischenzeitlich erschien der Ordnungsbürgermeister der Stadt, Runkel, auf der Szene.Jetzt war nicht mehr die angebliche Störung des Aufbaus Grund der Verweigerungshaltung seitens der Stadt, sondern eine angeblich ungenehmigte „Versammlung“ durch die AfD Chemnitz. Runkel erklärte gegenüber der anwesenden Presse, er schätze das Verhalten der AfD als Provokation ein und überhaupt bestimme die Stadt, wer wann was wo ablegt. Die Teilnahme an der offiziellen Gedenkveranstaltung wurde uns allerdings ebenfalls ohne Begründung verweigert! Um eine Eskalation zu vermeiden, legten wir unser Gebinde später ab und beendeten die Aktion.

Beste Grüße!
Tino Schneegass
KV Chemnitz