Guaidó ist kein Messias für das Volk von Venezuela!

Siegbert Droese, AfD-Bundestagsabgeordneter im EU-Ausschuss, Bild: Pixabay Donations_are_appreciated

Seit Monaten herrscht ein Machtkampf in Venezuela, wobei ausländische Staaten und die EU permanent Einfluss ausüben.

Der selbsternannte Präsident Guaidó ist bisher mit all seinen Plänen zur Machtübernahme gescheitert. Außenminister Maaß fordert indes in Kolumbien neue Sanktionen gegen Maduro, die USA sprechen offen von Intervention.

Hierzu äußert sich der AfD-Bundestagsabgeordnete im EU-Ausschuss, Siegbert Droese:

„Man muss Maduro nicht mögen. Aber er ist nicht diktatorischer oder weniger demokratisch als die meisten Machthaber in Lateinamerika. Die miserable Wirtschaftslage liegt auch nicht nur an Maduro, sondern am globalen Ölpreis und an den USA-Sanktionen.

Warum stellt sich die EU so vehement hinter Guaidó? Wo sind die sonst beschworenen EU-Werte zum Rechtsstaat? Guaidó ist im Gegensatz zu Maduro nicht gewählt und er hat damit keine demokratische Legitimation. Er hat weder die Armee noch die Mehrheit des Volkes hinter sich. Nach allgemeinem Sprachgebrauch ist Guaidó ein Putschist. Guaidó möchte ferner eine Intervention der USA. Sollte die EU wirklich einen solchen Politiker unterstützen?

Die einzige Lösung des Konflikts sind Gespräche mit allen Beteiligten. Politiker, die auch mit Maduro sprechen, sollten nicht pauschal kritisiert werden. Auch Sanktionen sind kontraproduktiv, wie die Beispiele Russland und Iran klar zeigen.
Die EU sollte auf Spanien als natürlichen Vermittler setzen. Ja, es ist Zeit, sich nicht weiter nur parteiisch zu positionieren. Die EU hat genug interne Probleme zu lösen. Sie sollte sich nicht in eine US-Intervention in Venezuela hineinziehen lassen.“

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