Mit viel Musik in den Untergang?

Sebastian Wippel, Bild: Pixabay

Zum Lausitz-Festival erklärt der Görlitzer AfD-Landtagsabgeordnete Sebastian Wippel:

„Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Oberbürgermeister Siegfried Deinege verfahren nach dem Motto: Wenn du keine Lösung hast, drehe wenigstens die Musik lauter. Vielleicht fällt dann deine Ideenlosigkeit niemandem auf und die Bürger sind wenigstens gut unterhalten.

Um es klar zu sagen: Lediglich mit ein paar Kulturveranstaltungen wird der Strukturwandel nicht gelingen. Das schafft keinen einzigen Arbeitsplatz in der Region und ist kein Ersatz für die Braunkohle. Ich freue mich wirklich über jedes Konzert in unserer Stadt und wünsche mir ein lebendiges kulturelles Leben mit der Stadthalle als Mittelpunkt. Aber anzunehmen, durch ein staatlich subventioniertes Festival kämen neue Unternehmen in die Lausitz oder würden sich gründen, ist reichlich naiv und letzten Endes Steuergeldverschwendung.

Das Festival erinnert mich daher an die musikalische Begleitung des Untergangs der Titanic. Die Landesregierung hat keinen Plan für die Zeit nach dem Kohleausstieg, der viel zu überstürzt angegangen wurde.

Aus Sicht der AfD können wir allein schon aufgrund der gefährdeten Netzstabilität mittelfristig nicht auf die Braunkohle verzichten. Der Strukturwandel sollte deshalb behutsam organisiert werden. Der Schwerpunkt muss dabei auf wertschöpfenden Unternehmen liegen. Diese könnten kommen, wenn wir z.B. eine Sonderwirtschaftszone einrichten.“

image_pdfimage_print