Klimaschutz-Experte der Bundesregierung verstrickt sich in Widersprüchen

Karsten Hilse, MdB, Abgeordneter der AfD-Bundestagsfraktion, FotoAfD/Pixabay_MabelAmber

Klimaschutzpolitik der Bundesregierung fußt auf fragwürdigen Werten.

Im Rahmen eines „Fachgesprächs“ fand im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages am Mittwoch, 28.11.18 eine Anhörung von Prof. Anders Levermann vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung statt. Levermann, der als einer der Berater der Bundesregierung in Sachen Klimawandel gilt, wurde dabei auch mit Fragen zu den Temperaturwerten und generellen Berechnungsgrundlagen konfrontiert, die dem 2 Grad/1,5 Grad-Ziel des Pariser Klimaübereinkommens zugrunde liegen. Levermann verstrickte sich dabei in Widersprüchen, die an seiner fachlichen Qualifikation Zweifel aufkommen lassen und das von ihm weltweit propagierte Klimamodell als diskussionswürdig erscheinen lassen.

So erklärte er, dass als Bezugstemperatur, die dem 1,5 Grad/2 Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zugrunde liegt, der Wert 15 Grad Celsius gewählt wurde, weil das der Zeit des „vorindustriellen Jahres“ 1850 entspreche. Für Karsten Hilse, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion im Umweltausschuss, steht das im Widerspruch zu dem sowohl von der US-amerikanische Wetterbehörde NOAA wie auch der Weltorganisation für Meteorologie in Genf (WMO) für das Jahr 2016 ermittelte Durchschnittswert von 14,8 Grad Celsius, das als das bis dahin wärmste Jahr seit Ende des 19. Jahrhunderts bezeichnet wird. Davon ausgehend ergäbe sich eine Abkühlung von 0,2 Grad Celsius, die Levermann nicht erklären konnte.

Für Karsten Hilse ergeben sich damit erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Klimaexperten: „Selbst ungefähr 15°C sind wärmer als genaue 14,8°C, zumindest dann, wenn man behauptet eine globale Mitteltemperatur auf mindestens eine Stelle hinter dem Komma berechnen zu können. Von gefährlicher, gar menschgemachter Erwärmung jedenfalls keine Spur. Wie kann die Bundesregierung es verantworten, ein ganzes Land in eine große Transformation via Klimaschutzplan 2050 mit angekoppelter Energiewende zu steuern, wenn die Datenbasis so beliebig wacklig ist. Denn das bedeutet, dass auch die Umsetzung der Pariser Klimaübereinkunft beliebig wacklig interpretierbar ist. Die riesigen Schäden jedoch, die durch die gewaltigen Kosten entstehen beziehungsweise schon entstanden sind und die allein die Verbraucher in diesem Land bezahlen werden, sind dagegen alles andere als wacklig. Sie sind höchst real. Der BDI berichtete von rund 2,3 Billionen Euro.“

Auch in anderer Hinsicht erscheint die von der Bundesregierung forcierte ‚Klimaschutzpolitik‘ auf wackligen Füssen zu sehen. So lieferte der ebenfalls im Ausschuss Rede und Antwort stehende Klimaexperte Prof. Nir Shaviv vom Racah Institute der Universität Jerusalem, dass die Sonne mindestens zur Hälfte für die reale Erwärmung des vergangenen Jahrhunderts verantwortlich sei. Von der von vielen Seiten propagierten ‚Klimakatastrophe‘ sei auch in Zukunft keine Spur.

Auch in anderem Zusammenhang tischte Levermann ein Beispiel von Fake-Wissenschaft auf, als er behauptete, Wasserdampf und CO2 würden als Treibhausgase gelten, weil beide Moleküle in einer Art Dreieck aufgebaut seien. Dr. Rainer Kraft, AfD-Bundestagsabgeordneter und promovierter Chemiker, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das CO2-Molekül linear aufgebaut sei, das Wassermolekül hingegen dreieckig, was sich unmittelbar auf die Infrarotfähigkeiten der Moleküle auswirke, die wiederum für deren Klimawirkung verantwortlich sein sollen. Levermann beharrte allerdings auf seiner Sicht der Dinge und bewies damit einmal mehr seine Unwissenheit. Das hinderte ihn jedoch nicht, alle Ausführungen des Experten Shaviv als Quatsch zu bezeichnen.

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