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Karsten Hilse, MdB, Wahlkreisvertreter des Landkreises Bautzen äußerte sich zur Auseinandersetzung um den materiellen Weiterbestand der Bautzener Sternwarte:

„Mit Freude las ich von den Bemühungen des Unternehmers Drews aus Bautzen, die Sternwarte der Stadt weiter zu erhalten und dafür den Förderverein in Größenordnungen finanziell zu unterstützen. Mit Unmut und Fassungslosigkeit las ich aber auch von den öffentlichen Äußerungen selbsternannter Moralisten.

In Ostsachsen mangelt es an Investoren und Sponsoren, die lokale und soziale Projekte oder regionale Vereine unterstützen. Dann findet sich in Bautzen ein Unternehmer, der Verantwortung übernimmt und genau das tut. Aber weil dieser Unternehmer nicht die links-grüne Gesinnung einiger ansässiger und zugezogener Moralisten vertritt, werden von dieser Seite alle Zuwendungen und Unterstützungen in Frage gestellt. In einigen Vereinen sitzen genau diese Verteidiger der (linksgrünen) politischen Korrektheit im Vorstand und verhindern, dass Menschen, die eine abweichende Meinung haben, die Vereine unterstützen. Sie wünschen sich, dass entsprechende Unterstützung nur von politisch korrekten Menschen erfolgt. Was und wer politisch korrekt ist, bestimmen natürlich die Hüter der linksgrünen Moral. Sie diskreditieren Andersdenkende und möchten sie möglichst aus dem öffentlichen Leben ausschließen. Andersdenkende sollen sich auch nicht in ihr Privatleben zurückziehen können, sondern laut Ralf Stegner immer und überall attackiert werden. Manche Extremisten nehmen solcherart Aufrufe wörtlich und greifen die Büros, in letzter Zeit auch immer wieder Privatgrundstücke, von Abgeordneten an.

Dass Spenden nicht überall willkommen sind, habe ich in den letzten zwei Jahren selbst erlebt. Unterstützung in finanzieller und materieller Form lehnen einige Vorsitzende von Vereinen ab, wenn sie nicht von politisch gleich Denkenden kommt. Sie vergessen, dass sie gegenüber den in ihren Vereinen organisierten Menschen, meist Kinder und Jugendliche, eine Verantwortung und gefälligst ihre politische Meinung hintenanzustellen haben. Glücklicherweise gibt es viele Ehrenamtliche, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Sie haben das Wohl der Kinder und Jugendlichen des Vereins und das Gemeinwohl im Blick und weniger die politische Korrektheit der Spender. Ich habe Hochachtung vor den Mitgliedern des Fördervereins, erstens vor ihrem Engagement für den Erhalt der Sternwarte und zweitens, dass sie den Anfeindungen der Hypermoralisten keine Beachtung schenken.“

https://www.sz-online.de/nachrichten/streit-um-sternwarten-sponsor-3982288.html

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