Sächsische Handschrift im Bildungskapitel des EU-Wahlprogramms

Sächsische Handschrift im Bildungskapitel des EU-Wahlprogramms

Prof. Dr. Boris Hollas und Dr. Thomas Hartung haben für den sächsischen LFA 6 am Treffen des BFA „Land des Geistes“ in Frankfurt teilgenommen. Hier wurden die Positionen der AfD zu den Themenkreisen Bildung und Hochschule, Digitalisierung, Gender und Kultur für das Europawahlprogramm in Unterausschüssen besprochen. Grundlage waren Thesenpapiere verschiedener LFA, darunter auch aus Sachsen.

Prof. Hollas leitete die Arbeitsgruppe „Bildung und Hochschule“, in der viele sächsische Positionen auf Zustimmung stießen. Gefordert wird ein leistungsorientiertes Bildungswesen in nationaler Kompetenz, in dem das vuale Berufsausbildungssystem gestärkt, an bewährten Diplom- und Magisterstudiengänge festgehalten und das hohe wissenschaftliche Niveau der deutschen Universitäten wiederhergestellt werden soll. Dr. Hartung leitete die Arbeitsgruppe Gender und konnte auch viele sächsische Positionen teilweise wortwörtlich durchsetzen. Gender Mainstreaming und Gender Budgeting sind in allen Formen abzulehnen und zu beseitigen, zumal bei der Besetzung von Stellen oder Eingriffen in unsere Sprachkultur. Bei der Digitalisierung war Konsens, allen Bestrebungen eine Absage zu erteilen, die Erarbeitung von Wissen aus dem analogen Lernprozess herauszulösen, um die Lehrerpersönlichkeit durch das Medium zu ersetzen.

Bis auf die Thesen zur Kultur wurden alle Papiere in eine redaktionelle Konsensfassung gebracht, die jetzt in der Bundesprogrammkommission zum entsprechenden Programmabschnitt endformuliert werden. Über diese Fassung diskutiert der BFA 6 dann im September erneut, bevor sie den Mitgliedern zur Kenntnis gegeben wird. Die Zustimmung der Delegierten zum Programmparteitag vorausgesetzt, trägt damit das Bildungskapitel im Europawahlprogramm eindeutig eine sächsische Handschrift. (dth)

(Fotos: Nicole Höchst)

image_pdfimage_print