Die Vorwürfe der Sozialverbände machen fassungslos

Nicole Höchst, MdB, Abgeordnete der AfD-Bundestagsfraktion aus Rheinland-Pfalz, FotoAfD

Anfrage nach Entwicklung der Zahl schwerbehinderter Menschen sollte möglichen Handlungsbedarf ermitteln.

Mehrere Sozialverbände haben in einer Zeitungsanzeige eine Anfrage der AfD-Fraktion zu Schwerbehinderten in Deutschland kritisiert und in die Nähe der Morde an Behinderten durch die Nationalsozialisten gerückt.

Dazu teilt die Initiatorin der Anfrage, die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst, mit:

„Die politische Instrumentalisierung von Behinderten für den offensichtlich parteipolitisch motivierten Kampf gegen die AfD durch mehrere Sozialverbände ist unerträglich. Dass mir als Mutter eines behinderten Sohnes zudem ernsthaft unterstellt wird, ich würde behinderten Menschen das Lebensrecht absprechen, macht mich fassungslos.

Die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion zur Entwicklung der Zahl schwerbehinderter Menschen in Deutschland diente einzig und allein dazu, Daten und Fakten abzufragen, um daraus einen möglichen Handlungsbedarf der Politik bei der Beratung und Betreuung von Behinderten und ihrer Angehörigen zu ermitteln.

Die von den Sozialverbänden in der Anzeige aufgestellte Behauptung, dass ein „Zusammenhang von Inzucht, behinderten Kindern und Migrantinnen und Migranten“ abwegig sei, hält keiner Überprüfung stand. Es ist wissenschaftlich mehrfach nachgewiesen worden, dass Kinder von verwandten Eltern mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit mit einer Behinderung zur Welt kommen. Und auch, dass Verwandtenehen besonders in islamischen Ländern des Nahen Ostens oder der Türkei verbreitet sind, ist wissenschaftlich belegt.

Wenn also im Zuge der Flüchtlingskrise vermehrt Menschen aus dieser Region nach Deutschland kommen, sollte es für eine verantwortungsbewusste Politik eigentlich selbstverständlich sein, sich um eine entsprechende Datenbasis zu bemühen, damit betroffene Eltern beraten und unterstützt werden können. Denn es ist wichtig, Familien mit behinderten Kindern zu unterstützen und im Alltag zu entlasten. Aber eben auch Eltern im Vorfeld über mögliche Risiken etwa der Verwandtenehe zu informieren.

Wer Flüchtlingen diese Hilfe vorenthält, weil er über dieses unbequeme Thema lieber nicht reden möchte, der handelt in hohem Maße unverantwortlich. Denn Probleme, vor denen man aus politischer Korrektheit die Augen verschließt, verschwinden nicht einfach. Die AfD möchte Steuerungswissen generieren, was möchten die Sozialverbände? Die Interessen ihrer Mitglieder vertreten offensichtlich nicht. Durch deren fehlgeleitete Uninformiertheit und interpretative Paranoia fühlen sich jetzt Menschen legitimiert, Morddrohungen gegen mich auszusprechen. Man fragt sich unwillkürlich, ob das der Zweck dieser Kampagne ist.“

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