Nichtlinker Kriegsreporter in Venezuela verhaftet – deutsche „Leitmedien“ schweigen!

Pressesprecher der sächsischen AfD, Andreas Harlaß, Bild Pixabay / AfDgraf

Der deutsche Kriegsreporter Billy Six wurde bereits am 17. November in Venezuela verhaftet und in das berüchtigte Gefängnis „El Helicoide“ in Caracas verschleppt.

Er sitzt in einer Einzelzelle, teilweise unter Beobachtung eines Wärters. Laut Wochenzeitung „Junge Freiheit“, für die Six arbeitet, spitzt sich seine Lage gefährlich zu. In deutschen Medien wird diese willkürliche Verhaftung allerdings kaum thematisiert. Dafür griffen internationale Medien aus Australien, USA, Großbritannien und Spanien den Fall auf. Six ist jeglicher Kontakt zur Außenwelt untersagt. Er darf keinen eigenen zivilen Anwalt wählen, ist an Fieber erkrankt, seine Medikamente wurden ihm laut Aussagen seiner Eltern abgenommen.

Dazu erklärt der Journalist und Pressesprecher der sächsischen AfD und Landesvorstandsmitglied, Andreas Harlaß:

„Anders als im Fall des in der Türkei verhafteten Reporters Yüzel, berichteten außer der Deutschen Welle und Six Arbeitgeber, Junge Freiheit, kaum ein anderes deutsches Medium über die Verhaftung. Internationale Sender und Zeitungen, wie CBC, BBC oder La Republica griffen den Fall dagegen auf. Billy Six wird Spionage vorgeworfen, u.a. weil er eine öffentlich stattgefundene Militärparade in der venezolanischen Diktatur fotografiert haben soll. In dem südamerikanischen Staat gibt es de facto keine Demokratie mehr. Die Opposition ist ausgeschaltet. Billy Six kann also nicht mit einem rechtsstaatlichen Prozess rechnen.

Es ist beschämend, wie sich die Redakteure und verantwortlichen Medienmacher in den Chefetagen der deutschen Sendeanstalten und Verlage verhalten. Träfe dieses Schicksal einen linksorientierten Reporter, würden die Medienhäuser die deutsche Regierung öffentlich drängen, gegen die Verhaftung zu protestieren und sie würden lauthals demokratische Grundrechte einhergehend mit dessen Freilassung fordern. All das findet in diesem Fall nicht statt. Das ist nicht nur beschämend, sondern bezeichnend. Der Grünen-Abgeordnete Özdemir wurde jüngst im Bundestag für seine Brandrede zur Freilassung des türkischen Reporters Yüzels geehrt. Ähnliches wird es für eine ähnliche Rede zur Freilassung von Billy Six nicht geben.“

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