Frachtschifffahrt auf der Elbe – Streitbares Kulturgut

MdL Frank Peschel, Bild: Pixabay

Mehrere lokale Medien berichten heute, dass seit fünf Monaten erstmals wieder ein Güterschiff mit etwa 700 Tonnen Gütern im Dresdner Alberhafen angelegt hat.

Dazu erklärt MdL Frank Peschel:

„Wie die ‚Weiße Flotte‘, gehört auch die ‚Schwarze Flotte‘ – also die Frachtkähne zum historischen Erbe Sachsens und ist eng mit der Industrialisierung im Bereich der Ober-Elbe verbunden. Noch heute erinnern die Bomätscher- Leinen- oder Treidelpfade sowie die häufig zu Trockenzeiten erkennbaren Buhnen und Hungersteine an die Lastentransporte entlang der Kulturlandschaft Elbe. Seit dem 14. Jahrhundert entwickelte sich die Flussschifffahrt und entlang der Elbe entstanden Steinbrüche, die den günstigen Transportweg nutzen um für den, zu dieser Zeit in enormen Mengen benötigten, Sandstein zu transportieren. Die Frachtschifffahrt machte in gewisser Hinsicht die einmaligen Bauwerke der Dresdner Innenstadt und darüber hinaus erst möglich.

Aber auch im Jahr 2018 wurden 200.000 Gütertonnen über die Elbe verschifft und damit eine enorme Last von der Straße genommen. Das entspricht immerhin ca. 11.000 mittelschweren LKW, welche dem  grenzübergreifenden Autobahnverkehr erspart blieben.

Die AfD wird sich für den Erhalt des historischen Erbes einsetzen, welches sowohl den Erhalt der einmaligen Flusslandschaft, als auch der weiteren touristischen und wirtschaftlichen Nutzung durch Personen- und Frachtschifffahrt gerecht wird. Die Belange des Naturschutzes dürfen nicht länger blind gegen die wirtschaftliche Nutzung der Elbe ausgespielt werden.“

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