In der Autoindustrie ist jeder zweite Arbeitsplatz durch E-Mobilität gefährdet

Dr. Dirk Spaniel, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion aus Baden-Württemberg, FotoAfD/Pixabay_ResoneTIC

Sinnvoller wäre die Förderung einer Infrastruktur für synthetische Kraftstoffe, um Verbrennungsmotoren CO2-neutral zu betreiben.

Dr. Dirk Spaniel, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, sieht in den jüngsten Ausführungen der baden-württembergischen Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut in der WIRTSCHAFTSWOCHE eine Bestätigung der Position der AfD zur Energie- und Automobilpolitik: „Die CDU-Politikerin, die selbst aus einer Unternehmerfamilie stammt, befürchtet, dass 50 Prozent aller Arbeitsplätze im produzierenden Bereich gefährdet sind, wenn 2030 jedes zweite verkaufte Auto ein reines E-Auto sein sollte, wie von der Regierung gewünscht. Die Lage kleiner und mittlerer Zulieferer und damit ganzer Regionen sei zum Teil noch ernster als die der global aufgestellten Autohersteller, gibt sie zu Protokoll. Dieselbe Befürchtung äußert die AfD-Fraktion seit sie im Bundestag ist.“

„Ihre Forderung, Hersteller sollten mehr bezahlbare Pkw-Modelle anbieten, ist naiv. Die Zellproduktion ist teuer und bislang wird der Löwenanteil aus Asien bezogen. Hier hat es die Politik versäumt, frühzeitig neue Angebote zu machen. Dennoch widerspricht es marktwirtschaftlichen Prinzipien, eine Technologie vorrangig durch Subventionen aus dem Säckel des Steuerzahlers zu fördern“, sagt Spaniel.

„Das Elektroauto ist keine Erfolgsgeschichte. Weltweit gibt es rund eine Milliarde Autos. Davon sind sechs Millionen elektrifiziert. Das sind 0,6 Prozent. Weltweit gesehen, ist der Anteil also verschwindend gering, ähnlich wie in Deutschland mit 100 000 Elektroautos auf 47 Millionen Bestandsfahrzeuge. Derzeit wächst die E-Mobilität jährlich um 40 Prozent. Bei den minimalen Prozentzahlen, sind die Zuwächse indes ein Tropfen auf dem heißen Stein. In China, wo die meisten Kohlekraftwerke weltweit in Betrieb sind und weiter wachsen, ist dazu der Strommix noch miserabler als in Deutschland (60 Prozent fossile Energie).“

„Die einseitige Propagierung der Elektromobilität wird unserer Schlüsselindustrie nicht helfen. Sinnvoller ist eine Infrastruktur für synthetische Kraftstoffe, um den Verbrennungsmotor CO2-neutral zu betreiben, wie es die AfD-Fraktion im November 2018 (Antrag 19/6007) vorgestellt hatte. Es ist bedauerlich, dass sich alle Fraktionen gegen diesen vernünftigen Beitrag stemmen“, so Spaniel.

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